„Übrig bleibt ein“ entfaltet sich aus einem einzigen Klang heraus – ein Zentrum, das nicht weicht, sondern in immer neuen Facetten erscheint. Die Zither wird dabei zum Resonanzkörper eines Spektrums, das zwischen Klarheit und Reibung schwingt.
Zwei klangliche Gesten durchdringen einander: eine fließt, schmiegt sich an – die andere bricht, pocht, zieht Linien. Sie begegnen sich, stoßen sich ab, suchen nach Verbindung. Aus natürlichen Verhältnissen entstehen Farben, die sich nicht auflösen, sondern schichten, wachsen, nach innen wie außen wirken. So entsteht Bewegung nicht durch Voranschreiten, sondern durch das Aufbrechen des Einfachen – durch Spannung im Beständigen.
Nähere Erläuterungen zur Notation und den Spieltechniken finden sich im Vorwort der Gesamtausgabe.
Link zum Video (wird nach der Uraufführung nachgereicht)